Kim Studie 2014
Mediennutzung:
1.1. Selbsteinschätzung der Kinder:
In Bezug auf die Nutzung der Kinder selbst konnten sie wählen wie sie Medien alleine, mit Freunden, mit Eltern, Geschwister oder nie Nutzen. Dabei ergab sich das Kinder mit zunehmendem Alter Selbstständiger und alleine Mediennutzen. Generell wird Musik, SMS und TV von fast der Hälfte der Kinder alleine genutzt (53 - 40 %).
1.2 Mediennutzung laut Haupterzieher (Eltern) in Bezug auf Schulische Ausbildung, Haupt- Real- Gymnasium.
Der TV ist nach Schätzungen der Eltern das meist genutzte Medium mit 95 Min am Tag, und 42 Min am PC. Dabei lesen Mädchen etwas mehr als Jungen mit 25/18 min. Dafür nutzen Jungen häufiger die Spielekonsole als Mädchen. 43/25 Min.
Themeninteresse
Ein fester Bestandteil des Fragenkatalogs der KIM-Studie ist das Themeninteresse der
Kinder. Anhand von 16 vorgegeben Themen aus verschiedenen Lebensbereichen konnten
die Kinder angeben, inwieweit sie sich für diese interessieren.
Beim Themeninteresse gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen z.B. Mädchen zeigen mehr Interesse an Freunde/Freundschaft im Gegensatz die Jungen mehr Interesse für Computerspiele/Sport.
Medienausstattung und Medienbesitz
Kinder leben heutzutage immer mehr mit Medien zusammen. In einem Haushalt, in denen Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren leben besteht eine Vollausstattung bei Handy und Fernseher sowie bei Computer und Internetzugang. Auch Radio, CD- und DVD- Player sind in etwa neun von zehn Haushalten vorhanden. Spielkonsolen dagegen stehen in drei von vier Familien zur Verfügung, stationäre Konsolen sind zu 59 Prozent da und Spielkonsolen gibt es zu 54 Prozent. 41 Prozent der Haushalte haben eine Tageszeitung abonniert, zwölf Prozent haben ein Tablet.
Die Kinder selbst verfügen in diesem Alter nur über eine kleinere Anzahl von Geräten. Am
häufigsten findet sich nach Angaben der Haupterzieher ein CD-Player, der in 58 Prozent
der Kinderzimmer vorhanden ist. Jedes zweite Kind besitzt ein eigenes Handy
oder eine Spielkonsole (51 % netto, tragbar: 39 %, stationär: 26 %).
45 Prozent der Kinder haben einen MP3- Player und gut jedes dritte Kind (36 %) hat einen eigenen Fernseher. Im Vergleich haben 32 Prozent der Kinder ein eigenes Radio und 30 Prozent einen eigenen Kassettenrekorder.
Computer und Laptops gibt es dagegen deutlich seltener nur etwa 21 Prozent der Kinder besitzen einen eigenen Rechner und nur 15 Prozent haben einen Internetzugang.
Kinder besitzen derzeit nur zu sieben Prozent ein Smartphone und mit einem Prozent ist der Tablet eine absolute Ausnahme.
Im Vergleich zu den Geschlechtern kann man sehen das Jungen deutlich mehr Spielkonsole wie Mädchen besitzen doch Mädchen hingegen häufiger einen eigenen CD- Player, einen Kassettenrekorder und eine Digitalkamera wie Jungen haben. Im Alter steigt vor allem der Besitz des Handy, des Fernsehers, der Spielkonsolen sowie dem Computer mit Internetzugang.
Freitzeitaktivitäten und Medienbeschäftigung
Die Kinder beschäftigen sich in ihrer Freizeit am meisten mit Hausaufgaben, Fernsehen und hauptsächlich mit Freunden treffen.
Um so älter die Kinder werden um so mehr Zeit verbringen sie vor dem Computer im Gegensatz zu früher sind sie noch zum Spielen rausgegangen.
Medienbindung
Auf die Frage der Verzichtbarkeit von unterschiedlichen Medien, kam herraus das die meisten Kinder auf Fernsehen nicht verzichten könnten, gefolgt von Computer/Internet, Büchern, Heften/Zeitschriften und sonstiges, jedoch wechseln Fernsehen und Internet ihre Plätze im zunehmenden Alter der Kinder. Obwohl bei beiden Geschlechtern der Fernseher eine wichtige Rolle spielt, so unterscheiden sie sich beim Internet und dessen Verzichtbarkeit enorm, mit 19% der Mädchen im Vergleich zu 30% der Jungen. Nicht außer acht zu lassen ist das Ergebnis, dass die Angaben der Haupterzieher fast identisch mit denen der Kinder sind.
Vorbilder und Idole
Während ihrer Persönlichkeitsentwicklung orientieren sich Kinder und Jugendliche oftmals an Idolen und Vorbildern aus Film und Fernsehen, aber auch aus dem Bereich Musik oder Sport werden die häufig verwendet, während Vorbilder aus dem privaten Umfeld oder auch aus Büchern prozentual weit hinten liegen. Interessant ist auch das Vorbilder bei Jungen häufig aus dem Bereich Sport kommen, während Mädchen ihre Idole in Film und Musik finden.
Fernsehen
79 % der 6-13 Jährigen sehen täglich Fernsehen. 57% dieser Kinder können auf dieses Medium nicht verzichten. Ab drei Jahren sehen die Kinder schon mehr als 80 Fernsehen und eine bestimmte Serie. Ein kontrolliertes Ansehen dieser Serien nimmt im steigendem Alter ab.
Ebenfalls kann man sehen, dass 23% der befragten Kinder bereits Sendungen gesehen haben, die nicht für Kinder geeignet waren. Aber auch Fernsehprogramme die den Kindern Angst gemacht haben oder die dem Kind unangenehm waren, werden insgesamt zu 16% bei Verängstigung und 11% der Unannehmlichkeit angegeben. Dabei wird mehr auf Erwachsenennachrichtgen zugegriffen.
Musik und Radio
8.1 Nutzungshäufigkeit von Medien zum Musik hören 2012:
Kinder im Alter von 6-13 Jahren hören mindestens einmal pro Woche Musik, 44% davon täglich. Am häufigsten wird das Radio (30%) täglich genutzt. Dichtgefolgt von dem MP3- Player und dem Kassettenrecorder/CD- Player. Handy, Internet, so wie der Offline Computer nutzen die meisten Kinder nie (66-61 %)
8.2 Radionutzung 2012 - 2008 in Bezug auf jeden/fast jeden Tag:
Mädchen hören etwas häufiger Radio als Jungen, generell ist die Nutzung seit 2008 um 10 Punkte angestiegen auf 29 %. Je älter die Kinder umso stärker nutzen sie das Radio. 63 % haben eine Lieblingsband bzw. Sänger.
Ab ca. 8 Jahren steigt die Radionutzung nur noch leicht an. Um die 20 % der Kinder hören nie Radio.
Bücher
Trotz des wachenden Medienangebots nimmt das Lesen noch immer einen hohen Stellenwert im Kindesalter ein, jedoch kommt es beim Interesse am Lesen, mehr auf das Geschlecht an und weniger auf das Alter. Der Anteil an Mädchen die Lesen ist höher als der Jungen Anteil.
Computer
10.1 Nutzungsfrequenz und Tätigkeiten
Bei der KIM-Studie kann man sehen, das bei 95 Prozent der Haushalte in denen Sechs bis 13-Jährige wohnen mindestens ein Computer oder Laptop vorhanden ist.
21 Prozent dieses Kinder besitzen selbst eines dieser Geräte wobei Jungen mehr wie Mädchen.
Mit steigendem Alter nimmt auch die Ausstattung deutlich zu.
Bei den Zwölf- bis 13-Jährigen verfügt schon jeder Zweite über ein eigenes Gerät.
Nahezu alle Kinder, die einen Computer nutzen, tun dies zu Hause, 63 Prozent bei Freunden und 44 Prozent in der Schule.
37 Prozent der Nutzer beschäftigen sich jeden Tag mit dem PC. Jeder zweite ein- oder mehrmals pro Woche.
Bei Jungen fällt die tägliche Nutzung etwas häufiger aus als bei Mädchen.
10.2 Computer und Schule
Für Kinder ist der Computer nicht nur als Spielzeug zum Zeitvertreib beliebt, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung von schulischen Themen und Inhalten wird häufig der Computer verwendet.
Dabei ist die Recherche im Internet die häufigste Tätigkeit: 70 Prozent nutzen den PC, um Texte oder Wörter für die Schule zu schreiben, ein Lernprogramm nutzen 60 Prozent regelmäßig. Etwa jeder Dritte nutzt den Computer, um zu Hause ein Anwendungsprogramm zu lernen. Jeder Vierte führt für die Schule Berechnungen am Computer durch, Präsentationen werden von 22 Prozent regelmäßig erstellt.
Am häufigsten wird der PC in der Schule in speziellen Fächern zum Erlernen des Umgangs mit Computern genutzt. Weitere 42 Prozent greifen im Deutschunterricht auf Computer zurück, 38 Prozent in Mathematik. Bei dem Erlernen von Fremdsprachen nutzen 28 Prozent in der Schule einen PC.
11. Internet
11.1 Nutzungsfrequenz, Nutzungsdauer und Tätigkeiten
Männliche und weibliche Internetnutzer unterscheiden sich hinsichtlich der Häufigkeit der Nutzung kaum, bei den Altersgruppen schon.
Der Einstieg in die Internetnutzung findet nach Angaben der Haupterzieher mit durchschnittlich acht Jahren statt.
Maximal 30 Minuten wird das Internet von 29 Prozent genutzt, 44 Prozent surfen zwischen 30 und 60 Minuten pro Tag im WWW. Ein Viertel der Internetnutzer zwischen Sechs und 13 Jahren geht mehr als 60 Minuten am Tag ins Internet.
Die Lieblingswebseite ist Facebook mit 17 %, danach kommt YouTube mit 12 %, dicht gefolgt von schülerVZ mit 11 %.
Die Häufigkeit der verschiedenen Tätigkeiten im Internet wird von der Nutzung von Suchmaschinen angeführt (z.B. Google). Das Versenden von E-Mails spielt genauso wie die Kommunikation in Online-Communities weiterhin eine Rolle.
11.2 Suchen im Internet
Suchmaschinen sind für viele Internetnutzer ein wichtiges Instrument zur Orientierung im World Wide Web. Am häufigsten wird nach Informationen für die Hausaufgaben oder die Schule gesucht. Google ist bei den sechs- bis 13- jährigen Internetnutzern die bekannteste Suchmaschine, danach folgen Yahoo und die Kindersuchmaschine Blinde Kuh.
11.3 Communities und persönliche Daten
Online-Netzwerke wie Facebook und schülerVZ sind bei den Kindern (13- jährige) sehr gefragt. Mädchen haben etwas häufiger (49 %) ein eigenes Profil als Jungen (40 %).
Bei den sechs- bis sieben- jährigen gibt es nur wenige (5 %) die in einer Community angemeldet sind.
Nach den Nutzungsbedingungen des Unternehmens (Facebook) ist die Anmeldung prinzipiell erst ab 13 Jahren erlaubt. Bei schülerVZ ist laut AGB frühestens eine Mitgliedschaft ab zehn Jahren zugelassen. Bei der Frage, in welchem Alter sich die Kinder erstmals in einer Community angemeldet haben, ergibt sich ein Durchschnittsalter von 10,4 Jahren.
11.4 Probleme im Internet
Beim eigenständigen Surfen auf Seiten können Kinder auf Seiten gelangen, die sie ängstigen, verstören, verunsichern oder ganz allgemein überfordern.
Bis zu einem gewissen Grad können technische Mittel helfen, Kinder vor ungeeigneten Inhalten im Internet zu schützen, zum Beispiel durch eine Filter- oder Schutzsoftware die installiert wurde.
Computer- Konsolen- und Onlinespiele
Wie viel wird gespielt?
Digitale Spiele sprechen ein breites Publikum an und verbreiten sich auch auf anderen Medien. Die Nutzung von digitalen Spielen ist für Erwachsene oftmals Vorurteilsbehaftet. Für ein Viertel der Kinder gehört sie jedoch zu den liebsten Freizeitaktivitäten. 66 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren spielen mindestens einmal pro Woche, 22 Prozent täglich mit Computer- Konsolen- und Onlinespielen.
Jungs und Mädchen im Vergleich
Jungen zeigen in der Regel eine größere Vorliebe für digitale Spiele als Mädchen.
Die Anzahl der "Spieler" nimmt mit zunehmenden Alter deutlich zu.
In den letzten zwei Jahren (2010-2012) nahm die Zahl der regelmäßigen Spieler leicht zu, wobei sich bei den Mädchen eine stärkere Zunahme zeigt.
Wie gerne spielst du?
Die meisten Kinder spielen durchschnittlich 30 bis 60 Minuten lang ein drittel spielt länger als 60 Minuten. Auch hier ergeben sich bei den Jungs sowie im Altersverlauf höhere Werte. Knapp drei Fünftel der Jungen nutzen sehr gerne Spielekonsolen, bei den Mädchen ist es etwa die Hälfte.
Computer und Schule
Computer wird nicht nur als Zeitvertreib sondern auch zur Vor- und Nachbereitung von Schulischen Themen und Inhalten verwendet. 70 Prozent der Befragten nutzen den PC um sich auf die Schule vorzubereiten oder sich zu Informieren. Lernprogramme werden von 60 Prozent verwendet.
Handy
13.1 Ausstattung und Nutzung
Nach Angaben der Kinder hat jedes zehnte Kind im Alter von sechs bis sieben Jahren bereits ein eigenes Handy. Mit zunehmendem Alter steigt die Besitzrate dann deutlich an.
Das durchschnittliche Einstiegsalter der Kinder für die regelmäßige Handynutzung liegt nach Angaben der Eltern, bei zehn Jahren.
Die meist genutzten Funktionen sind weiterhin das Telefonieren und das Versenden von Kurznachrichten per SMS (mindestens einmal pro Woche).
Zwei Fünftel der Kinder nutzen die Möglichkeit regelmäßig mit dem Handy zu spielen bzw. Fotos oder Bilder zu machen.
Vergleicht man die Ergebnisse der KIM- Studie 2012 mit denen von 2010, so fällt die Häufigkeit für SMS höher aus, während das Telefonieren etwas rückläufig ist.
13.2 Kontakt zu Freunden
Angesichts der vielen Möglichkeiten Medienvermittelt zu kommunizieren, stellt sich zumindest für die älteren Kinder die Frage, welche Rolle diese Kommunikationswege im Alltag beim Kontakt zu Freunden spielen und auch welchen Stellenwert das persönliche Treffen noch hat.
Erfreulicherweise treffen sich noch zwei Drittel der Kinder (10 - 13 Jahre) mit ihren Freunden fast jeden Tag persönlich, weitere 30% ein- oder mehrmals pro Woche.
Technische Medienkompetenz:
Es wurden Kinder im Alter 6 - 13 Jahre befragt wie gut sie sich selbst einschätzen bestimmte Aufgaben im Zusammenhang mit Medien zu lösen. Dabei wurde klar, dass alle Kinder am besten eine CD/DVD abspielen können (70 %). Im Vergleich dazu machen die Befragten Kinder fast nie das Laden von Bildern vom Handy auf den PC (73 %). Das Alter ist entscheiden wie gut die Kinder mit Medien umgehen können. So sind 12-13 Jährige in allen Kategorien weit über die Hälfte (85 - 55 %) fähiger die gestellten Aufgaben zu lösen. Jüngere Kinder liegen meist unterhalb der 50 % Marke die ganz jüngsten mit 6 - 7 Jahren erreichen gerade mal die 10 % Marke.
15. Medien in der Familie
15.1 Einstellungen, Meinungen, Nutzungsdauer
Bücher werden als positives und erwünschtes Medium gesehen, während Auditive Medien eher übersehen werden.
Audiovisuelle Medien wie der Fernseher werden als negativ angesehen, da befürchtet wird dass der Fernseher das Kind zu sehr beansprucht.
Die meisten Eltern geben an, dass ihre Kinder ein "Stubenhocker" dadurch wird. Aber auch mehrere Eltern geben an, das ihr Kind gewaltbereiter ist als vorher.
Ähnlich ist das bei der Nutzung vom Internet. Hier geben die meisten Eltern an, dass ihr Kind zum "Stubenhocker" wird. Nur ist hier die Angst größer das die Kinder ungeeignete Inhalt erfährt.
Ebenfalls geben die Eltern an, dass die Kinder am meisten den Fernseher benutzen.
Die Angaben der Kinder dazu sind gleich. Auch sie geben den Fernseher an, als häufigstes Medium.
15.2 Tablet-PCs
Zu diesem Medium wird angegeben, dass die Kinder dieses Medium am geringsten genutzt werden. Die meisten Kinder geben an dies nie zu benutzen.
Aber auch die Meinung der Eltern über dieses Medium ist, dass es sehr nützlich ist und viele Fähigkeiten unterstützen kann. Nur wenige geben an, das sie dieses Medium nicht für Kinder geeignet sind.
MiniKIM
Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren.
Die Medienausstattung der Haushalte in denen Zwei- bis Fünfjährige leben fällt deutlich geringer aus.
Medienarten:
Es gibt mehr DVD Player, Kasettenrekorder und CD-Player in diesen Altersstufen.
Nutzungsdauer:
Mit dem Fernseher verbringen die Kinder durchschnittlich 42 Minuten während 26 Minuten mit Büchern verbracht wird.
Es ergeben sich kaum Unterschiede im Altersverlauf zwischen zwei und fünf Jahren.
Lieblingssendung:
72 Prozent der Kinder die zumindest selten Fernsehen haben eine Lieblingssendung, Bei den Jüngeren wird in erster Linie unser Sandmännchen genannt, darauf folgt die Sendung mit der Maus und Kikaninchen.
Kinder und Medien in KiGa und Krippe:
In der Regel sind Medien auf Kassetten und CD-Player beschränkt